| Bei Kriegsende 1648 bot der Ort noch immer den Anblick eines Geisterdorfes:
verbrannte, verfallene Häuserruinen und über diese hinausragend der rauchge- schwärzte, zerschossene Kirchturmstumpf, der das einstige Schmuckstück, den Chor, umschloß; dieser jetzt fensterlos und ohne Dach, dem Verfall preisge- geben. Unter großen Mühen erstellten die wenigen wieder hier ansässigen Menschen die ersten Behelfs - und Notbauten. Nur wenige alte Familien hatten den Krieg überlebt. Ihre Namen: Felger, Feucht, Mannsperger, Mayer (Meyer), Ruoff, Schaude, Weiß und Wyrich. Zu den Resten der einheimischen Bevölkerung gesellten sich Fremde,die der Krieg hierher verschlagen hatte oder die jetzt zuwanderten. Allmählich wuchs die buntgemischte Einwohnerschaft zu einer Gemeinschaft zu- sammen. |
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In harter Arbeit wurden nach und nach die mit Gestrüpp und Unkraut
über - wucherten Felder wieder urbar gemacht, die verwilderten Weinberge neu mit Reben bestockt. Es dauerte 25 Jahre, bis die Tammer darangehen konnten, Kirche und Kirch- turm baulich so instand zu setzen, daß sie während der Gottesdienste nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt waren und auch nicht länger befürchten mußten, im Gotteshaus durch herabfallende Balken oder Mauerteile verletzt oder gar er- schlagen zu werden. |
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