| Der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1648) stürzte unsere
Heimat in ein Inferno ohnegleichen. Die erste Hälfte des schrecklichen Krieges verlief für Württem- berg noch einigermaßen glimpflich. Mißernten, ein die Bevölkerung hart treffender Währungszerfall, fortwährende Truppendurchzüge und eine furcht- bare Pestepidemie kündigten jedoch Schlimmeres an. Mit der Niederlage der Schweden und der mit ihnen verbündeten Württem- berger in der Schlacht bei Nördlingen Anfang September 1634 brach über das Land um den Hohenasperg das Verderben herein. Auf der Bergfestung richtete sich eine schwedisch - württembergische Besatzung auf eine lange Belagerung ein. Ein Teil der Bewohner der umliegenden Orte floh vor den herannahenden kaiserlichen Truppen auf den Berg. |
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| Unter ihnen befanden sich auch viele Tammer. Zehn Monate währte
die Be- lagerung des Hohenasperg. Während dieser Zeit wurden Tamm und Asperg sowie zahlreiche andere Dörfer der Umgebung von Grund auf zerstört. Belagerer und Belagerte, die einen schonungslosen Kleinkrieg gegeneinander führten, betätigten sich gleichermaßen an dem Zerstörungswerk. Viele Tammer verloren durch Hunger, Krankheiten oder durch die Frevel- taten von Soldaten ihr Leben. |
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| Mit der Kapitulation der Festung im Juli 1635 fanden die Leiden der Be- völkerung indes keineswegs ein Ende. Hunger und Seuchen grassierten weiterhin. Viele Menschen hatten keine er- trägliche Unterkunft mehr. Das Land lag fast völlig brach. Tamm war zeit- weise unbewohnbar. |
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