Die Epoche der Französischen Revolution und Napoleons (1789 - 1815) war  
eine Zeit fortwährender Kriege.
Auch wenn unsere Gegend nicht Kriegsschauplatz wurde, so litt die Bevölker-
ung dennoch sehr unter der ihr aufgelegten finanziellen Bürde. Besonders be-
schwert aber fühlte sie sich durch die Zwangsaufhebung der jungen Männer zum
Militärdienst und durch die Teilnahme württembergischer Truppenkontingente an
den Feldzügen Napoleons.
Viele Soldaten verloren ihr Leben auf fernen Schlachtfeldern oder kehrten mit
zerschossenen Gliedern als Krüppel nach Hause zurück.
Während des Jahres 1812 gingen rund 15 000 Württemberger in den Weiten
Rußlands elend zugrunde. Unter ihnen befanden sich wenigsten zehn Männer aus
Tamm.

                                                          Die Niederlage Napoleons in der Schlacht bei Waterloo im Juni 1815 führte für
die Staaten Mitteleuropas zu einem dauerhaften Frieden. Leider bedeutete
dieser langersehnte Frieden für unsere Heimat keineswegs den Beginn eines
wirtschaftlichen und sozialen Aufstiegs. Das Gegenteil war der Fall.

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