Das starke Bevölkerungswachstum führte innerhalb der Einwohnerschaft zu
sozialen Spannungen. Die Zahl der minderbemittelten Familien stieg an.
Doch im Gegensatz zu Nachbargemeinden wie Asperg oder Bissingen
wurden die teilweise vom Bettel lebenden Ortsarmen für das Dorf zu keinem
beinahe unlösbaren Problem.

Die verhältnismäßig große und insgesamt recht fruchtbare Gemarkung, die
zudem in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch neue Bewirt-
schaftungsmethoden (Einführung des Kartoffel - und Kleeanbaus im Brach-
feld, ganzjährige Stallfütterung des Viehs, verbesserte Ackerbaugeräte)
intensiver genutzt wurde, gewährte auch den Unbemittelten Arbeits - und
Verdienstmöglichkeiten. Zudem brauchte das aufstrebende Dorf eine
größere Zahl tüchtiger Handwerker.   
             

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