Die Geschichte von Tamm                        

     
                                                                         Tamm gehört nicht zu den ältesten Orten unserer Gegend. Urkundlich
wird es erstmals 1287 erwähnt. Einige wichtigen Indizien, so nament-
lich die schematische Aufteilung der dorfnahen Feldflur in zwölf jeweils
gleich große sogenannte Kernhuben und in 56 ebenfalls jeweils gleich
große Lehen, sprechen dafür, daß das früher von einer Mauer um-
gebene Straßendorf, das in seiner an der höchsten Stelle des Ortskerns
gelegenen Wehrkirche eine stark befestigte Zitadelle besaß, seine Ent-
stehung einem herrschaftlichen Willensentschluß verdankt und daß
seine Gründung nur kurze Zeit vor seiner ersten urkundlichen Nennung
erfolgt ist    

                       Wer die Gründer des Dorfes waren, wissen wir nicht.                          
Die Grafen von Wüttemberg können es nicht gewesen sein, obwohl sie
bereits 1153 auf der heutigen Gemeindegemarkung die Wasserburg
Brachheim neben einem größeren landwirtschaftlich genutzten Güter-
komplex zunächst als Eigenbesitz, dann als Reichslehen innehatten.
Die frühesten Tammer Ortsherren waren vermutlich die Grafen von
Asperg, eine Seitenlinie der Pfalzgrafen von Tübingen.

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